Stadt in der Tschechischen Republik
Žďár nad Sázavou ( tschechische Aussprache: [ˈʒɟaːr ˈnat saːzavou]; deutsch: Saar ) ist eine Stadt in der Vysočina-Region der Tschechischen Republik. Es hat ungefähr 24.000 Einwohner und ist Verwaltungshauptstadt des Bezirks Žďár nad Sázavou. Die Stadt ist ein bekanntes Touristenzentrum, im Winter ein Langlaufgebiet und im Sommer ein beliebtes Ziel zum Radfahren und Baden. Es liegt auch an einer wichtigen Eisenbahnverbindung zwischen Prag und Brünn.
Žďár nad Sázavou erlangte nach dem Zweiten Weltkrieg Bekanntheit, als die kommunistische Regierung beschloss, Stahlwerk in der Stadt zu bauen, genannt ŽĎAS. Innerhalb von weniger als zwanzig Jahren vervierfachte sich die Einwohnerzahl der Stadt von rund 3.000 im Jahr 1950 auf 15.000 im Jahr 1969, und die Einwohnerzahl stieg bis in die 1980er Jahre weiter an. Mit dem Sturz des kommunistischen Regimes im Jahr 1989 begann die Bedeutung der Schwerindustrie zu sinken. ĎĎAS setzt jedoch heute die Produktion fort.
Hier befinden sich die Basilika Mariä Himmelfahrt und St. Nikolaus sowie ein Zweig des Tschechischen Nationalmuseums, das Buchmuseum. [1] Die Barockbibliothek des ehemaligen Kapuzinerklosters von Roudnice nad Labem wurde zusammen mit der Bibliothek des tschechischen Historikers Gelasius Dobner, einem schönen klassischen Interieur, und der Bibliothek des Schlosses Mladá Vožice rekonstruiert. Besonders interessant sind die Sammlung von Drucksachen und Technik sowie die Rekonstruktion eines mittelalterlichen Scriptoriums. [2]
Die Dörfer Mělkovice, Radonín, Stržanov und Veselíčko sind Verwaltungsbezirke von Žďár nad Sázavou. Dort befindet sich die Wallfahrtskirche des Hl. Johannes von Nepomuk, eine der Weltkulturerbestätten.
In einer Schule in der Stadt fand im Oktober 2014 ein Messerangriff statt, bei dem ein 16-jähriger Junge getötet und drei weitere Schüler verletzt wurden. [3]
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