Thursday, May 24, 2018

Rolladen-Schneider LS7 - Wikipedia


Der Rolladen-Schneider LS7 ist ein Hochleistungs-Einsitz-Segelflugzeug der Standardklasse, das von 1988 bis 1993 von der Rolladen-Schneider Flugzeugbau GmbH hergestellt wurde.

Der LS7 wurde als Nachfolger des LS4 entwickelt, einem der erfolgreichsten Segelflugzeuge, die jemals produziert wurden.

Abweichend von der Designphilosophie des LS4 wollte Rolladen-Schneider den LS7 als kompromisslose Wettkampfmaschine konzipieren, um die höchstmögliche Leistung mit der damaligen Technologie zu erreichen. Der Designer Wolf Lemke spezifizierte ein stark laminiertes Flügelprofil und entwickelte einen Flügel mit hohem Seitenverhältnis. Kohlefaser wurde in der Konstruktion zusammen mit Aramidfasern ausgiebig verwendet, um trotz schlanker Strukturelemente und erhöhter Belastungen eine ausreichende Festigkeit sicherzustellen. Die Querruderantriebshebel waren vollständig in den Flügeln verborgen, an der Hinterkante waren nur 30 mm nutzbare Höhe.

Der Prototyp des LS7 wurde im Herbst 1987 zum ersten Mal geflogen, die Serienproduktion begann 1988. Winglets wurden 1991 eingeführt und brachten den LS7-WL hervor. Viele frühere LS7 wurden auf diesen Standard umgestellt. Die Produktion endete 1993 mit nur 164 gebauten Flugzeugen.

Der LS7 genoss den kommerziellen und sportlichen Erfolg nicht, dessen fortschrittliche Funktionen zu rechtfertigen schienen. Seine an sich höheren Thermikgeschwindigkeiten erwiesen sich in der für Wettkampfgleiten typischen schwankenden Umgebung als hinderlich.

Andere Segelflugzeuge, die ungefähr zur gleichen Zeit nach einer ähnlichen Designphilosophie entworfen wurden, zeigten auch ein nichtklassisches Verhalten bei niedriger Geschwindigkeit, z. der ASW 24 und der DG-600. Diese Gleitschirme klettern in der Thermik besser, wenn sie deutlich über der Stallgeschwindigkeit geflogen werden, und erzielen die besten Geländegeschwindigkeiten bei relativ mäßigen Flügelbelastungen, Faktoren, die zunächst nicht vollständig verstanden wurden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass diese Segelflugzeuge denen von Profis geflogen sind. Dennoch haben sich die Hersteller zu konservativeren Flügelprofilen und (meistens) niedrigeren Seitenverhältnissen begeben.

Die LS7 wurde durch die LS8 ersetzt, die derzeit in der DG Flugzeugbau GmbH hergestellt wird. Der LS7 ist aufgrund seiner hervorragenden Leistung und seiner sehr flinken Flugeigenschaften ein geschätztes Segelflugzeug.

  • Flügel: Holm und Schale aus Schaumstoff / kohlenstoffverstärktem Kunststoffsandwich
  • Querruder: Kunststoffschaum / Aramidverstärkter Kunststoffsandwich. Querruder erstrecken sich über die Hälfte der Segelflugspanne.
  • Horizontalstabilisator: sparrenloses Sandwich aus kohlenstoffverstärktem Kunststoff
  • Höhenruder: kohlenstoff- / aramidverstärkter Kunststoff
  • Automatische Verbindungen für Querruder, Bremsklappen, Höhenruder und Wasserballastventile
  • Integral Teflon- und PET-Folie dichtet an allen Steuerflächenlücken ab.
  • Wasserballastsystem: Ein ungelüfteter Ballastbeutel pro Flügel befindet sich vor dem Holm, dem Ventil und der Abwurföffnung an der unteren Flügelschale an der Flügelwurzel. Glasverstärkter Ballasttank in der Heckflosse zur Korrektur von Schwerpunktverschiebungen aufgrund von Flügelballast.

Technische Daten [ edit ]

Allgemeine Merkmale

  • Besatzung: Ein Pilot
  • Kapazität: 170 kg Wasserballast plus 5,5 kg im Schwanz
  • Länge: 6,66 m (21 ft 10 in)
  • Spannweite: 15,00 m (49 ft 3 in)
  • Höhe: 1,33 m (4 ft 4 in)
  • Flügelfläche: 9,7 m 2 (104 Fuß 2 )
  • Aspektverhältnis: 23,1
  • Gewicht: ca. 234 kg (513 lb)
  • Bruttogewicht: 486 kg (1.070 lb)

Leistung

  • Höchstgeschwindigkeit: 270 km / h (170 mph)
  • ] Maximales Gleitverhältnis: ca. 43
  • Sinkgeschwindigkeit: 0,63 m / s (124 ft / min)

Bewaffnung

Referenzen [ edit

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