Thursday, May 10, 2018

Amici-Prisma - Wikipedia


Prismasegmentierung eines Doppel-Amici-Prismas

Ein Amici-Prisma benannt nach dem Astronomen Giovanni Amici, ist eine Art von dispersionsverbreitendem Prisma, das in Spektrometern verwendet wird. Das Amici-Prisma besteht aus zwei in Kontakt stehenden dreieckigen Prismen, wobei das erste typischerweise aus einem mitteldispersiven Kronglas und das zweite aus einem höherdispersen Flintglas besteht. In das erste Prisma eintretendes Licht wird an der ersten Luft-Glas-Grenzfläche gebrochen, an der Grenzfläche zwischen den beiden Prismen erneut gebrochen und tritt dann bei nahezu normalem Einfall aus dem zweiten Prisma aus. Die Prismenwinkel und Materialien werden so gewählt, dass eine Wellenlänge (Farbe) des Lichts, die -Mittelwellenlänge das Prisma parallel zum Eintrittsstrahl (jedoch versetzt zu diesem) verlässt. Die Prismenanordnung ist somit ein direktes Sichtprisma und wird als solches üblicherweise in Handspektroskopen verwendet. Andere Wellenlängen werden in Abhängigkeit von der Glasdispersion der Materialien unter Winkeln abgelenkt. Der Blick auf eine Lichtquelle durch das Prisma zeigt somit das optische Spektrum der Quelle.

Im Jahr 1860 erkannte Amici, dass man diese Art von Prisma Rücken an Rücken mit einer reflektierten Kopie von sich selbst verbinden kann, wodurch eine Anordnung mit drei Prismen erzeugt wird, die als Doppel-Amici-Prisma bekannt ist. [1][2] Diese Verdoppelung des ursprünglichen Prismas erhöht die Winkeldispersion der Anordnung und hat auch die nützliche Eigenschaft, dass die Mittenwellenlänge zurück in die direkte Linie des Eintrittsstrahls gebrochen wird. Der austretende Strahl der Mittenwellenlänge ist somit nicht nur von dem einfallenden Strahl unvermindert, sondern erfährt auch keine Translation (d. H. Querverschiebung oder Versetzung) vom Weg des einfallenden Strahls weg.

Amici selbst veröffentlichte nie etwas über sein nicht abweichendes Prisma, sondern gab die Idee an seinen Freund Donati weiter, der das Gerät für die Beobachtung von Sternenspektren konstruierte. [3] Donatis Veröffentlichungen seiner Beobachtungen (1862) waren die erste Offenlegung des Prismenverdopplungsidee und weil das Prisma praktisch zu bauen war und viel kompakter als die für diese Periode typischen Prismenanordnungen war, um eine hohe spektrale Dispersion zu erzeugen, erregte Amicis Erfindung schnell die Aufmerksamkeit von Forschern in ganz Europa. Die Dispersion von Amici-Prismen kann jedoch unter Verwendung der Dispersionstheorie mit mehreren Prismen genau berechnet werden, wobei keine räumliche Trennung zwischen den Prismakomponenten vorausgesetzt wird. [4]

Das dispersive Amici-Prisma sollte nicht mit dem nicht-verwechselt werden -disperses Amici-Dachkantprisma.

Referenzen [ edit ]

  1. ^ G. B. Donati, Intorno alle strie degli spettri stellari (In Linien in Sternenspektren), Il Nuovo Cimento 15 : 292-304 (1862).
  2. GB Donati, "Intorno alle strie degli spettri stellari (In Linien in Sternenspektren)", Annali del Reale Museo di Fisica und Storia Naturale di Firenze 1 : 1-20 (1866).
  3. ^ Nathan Hagen und Tomasz S. Tkaczyk, "Zusammengesetzte Prismenentwurfsprinzipien, I" Appl. Opt. 50 : 4998-5011 (2011).
  4. ^ FJ Duarte, abstimmbare Laseroptik: Anwendungen auf Optik und Quantenoptik, Fortschritt in der Quantenelektronik 37 326-347 (2013).

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